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ERP & Architecture·9 Min.·

SAP S/4HANA Migration Roadmap: ECC ablösen, ohne das Portfolio zu zerlegen

2027 endet die Mainstream-Wartung für SAP ECC. Wer jetzt entscheidet, entscheidet nicht nur über ein ERP — sondern über jedes Satellitensystem, jede Schnittstelle und jede Eigenentwicklung, die daran hängt. Ohne Solution Directory ist die S/4HANA-Roadmap ein Bauchgefühl.

Typischer Stack

  • SAP ECC oder S/4HANA Core

    Finanzen, Logistik, HR — der Kern, der ersetzt oder konvertiert wird

  • Satellitensysteme (CRM, MES, WMS, PLM)

    Hängen über RFC, IDoc oder API am ECC und müssen migrationsfest werden

  • Add-Ons & Z-Entwicklungen

    Custom-Code im ABAP-Stack — der größte Migrationstreiber bei Brownfield

  • Integrationsschicht (SAP PI/PO, CPI, MuleSoft)

    Jede Schnittstelle braucht Owner, Datenklasse und S/4-Kompatibilitätsstatus

  • BI & Reporting (BW, Datasphere, Power BI)

    Reports gegen ECC-Tabellen brechen — ohne Inventar bleiben sie unentdeckt

Die typischen Probleme

Brownfield vs. Greenfield ohne Datengrundlage

Die Pfadentscheidung wird oft nach Beratergefühl getroffen. Ohne dokumentierten Custom-Code-Umfang, Schnittstellenliste und Capability-Map ist jede Empfehlung eine Wette.

Schnittstellen-Schock im Cutover

Mittelständler haben typisch 80–200 produktive Schnittstellen ans ECC. Die Hälfte hat keinen dokumentierten Owner. Im Cutover-Wochenende ist das ein Showstopper.

Z-Code als Kostentreiber

Jede nicht migrierte Z-Transaktion kostet im Schnitt 8.000–25.000 € in der Konvertierung. Wer den Bestand nicht kennt, kann das Budget nicht stellen.

Satellitensysteme werden vergessen

MES, WMS und Field-Service-Apps lesen oft direkt ECC-Tabellen. Nach der Migration ist die Logik gleich, das Datenmodell nicht — und niemand hat es auf dem Schirm.

Lizenz-Doppelzahlung in der Übergangsphase

12–24 Monate ECC und S/4HANA parallel ist Realität. Ohne Kosten-Cockpit explodiert das Budget unbemerkt.

Was es konkret kostet

Eine typische S/4HANA-Migration im Mittelstand kostet 4–12 Mio. € über 24–36 Monate. 20–35 % davon entfallen auf Satellitensysteme und Schnittstellen — also auf alles, was nicht im SAP-Projektplan steht. Wer das Portfolio nicht vorher inventarisiert, zahlt diese Position doppelt: einmal als Überraschung, einmal als Verzögerung.

Wie SolutionArc das löst

SolutionArc macht vor dem Migrationsstart sichtbar, welche Capabilities heute im ECC liegen, welche Satellitensysteme daran hängen, welche Schnittstellen migrationsfest sind und welche Z-Entwicklungen abgelöst werden können. Solution Architects entscheiden Brownfield vs. Greenfield vs. Selective auf Datenbasis — und der CIO sieht in einem Cockpit, wie sich die Kosten über die Übergangsphase entwickeln, inklusive Treiber (Nutzerzahl, Consumption, Preis pro User).

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FAQ

Brownfield, Greenfield oder Selective — welcher Pfad ist der richtige?

Es gibt keine pauschale Antwort. Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Umfang des Z-Codes, Reifegrad der Prozesse und strategische Geschwindigkeit. Mit einem Solution Directory lassen sich alle drei objektiv messen, statt sie zu schätzen.

Wann sollte das Portfolio-Inventar starten?

Spätestens 12 Monate vor dem geplanten Cutover, idealerweise vor der Pfadentscheidung. Wer erst im Implementierungsprojekt inventarisiert, bezahlt jeden Fund mit Verzögerung.

Was passiert mit den Eigenentwicklungen (Z-Code)?

Drei Optionen: ablösen durch S/4-Standard, neu bauen als Fiori-App oder als Side-by-Side-Extension auf BTP. SolutionArc dokumentiert pro Z-Entwicklung den Business-Owner, die genutzten Capabilities und die abhängigen Schnittstellen — die Basis jeder Ablöse-Entscheidung.

Wie unterscheidet sich S/4HANA von ECC aus Portfolio-Sicht?

Datenmodell (universal journal statt CO/FI-Trennung), Frontend (Fiori statt SAP GUI), Erweiterungskonzept (BTP & Extensions statt Modifikationen im Core). Jeder dieser Punkte verändert, wie Satellitensysteme angebunden werden — und macht ein aktuelles Inventar zur Voraussetzung.

Was kostet ein Solution-Directory-Aufbau vor der Migration?

Im Mittelstand 4–8 Wochen für die Erstaufnahme der Top-50-Systeme. Die Investition rechnet sich typisch beim ersten verhinderten Doppellizenz-Kauf oder bei der ersten objektivierten Pfadentscheidung.